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Kaderanlass vom 24. November 2018 im Landwirtschaftlichen Zentrum Salez

Im Anschluss an den Kadertag 2018 des Imkerverbandes St. Gallen-Appenzell im LZSG in Salez wurde Prof. Jürgen Tautz der Universität Würzburg für ein Referat eingeladen.

Eigentlich dürfte es Bienen gar nicht mehr geben», sagt Prof. Tautz vor rund 100 Imkern. Denn sie leben ungeheuer dicht beisammen und müssen einer hohen Zahl von Krankheitserregern standhalten. Weshalb gibt es sie also noch? «Bienen haben verschiedene Verteidigungslinien», so Tautz. Eine wichtige ist zum Beispiel die Klimatisierung des Nests. Kranke Bienen werden zudem aus dem Stock entfernt, oder sie ändern ihr Verhalten und finden nicht mehr nach Hause zurück. Und natürlich verfügen Bienen auch über ein ausgeklügeltes Immunsystem.

Süsse Küsse für heisse Bienen

Das Bienenvolk agiert als Superorganismus, um zu überleben. So stirbt eine einzelne Biene bei plus vier Grad Celsius. «Das ist viel weniger, als andere Insekten aushalten», sagt Jürgen Tautz. Bienen in der Wintertraube, deren Mägen mit Honig gefüllt sind, halten aber Temperaturen bis zu minus 40 Grad aus.

Auch die Brut wird gemeinsam auf einer konstanten Temperatur von 35 bis 36 Grad gehalten. Im Sommer müssen die Bienen dafür kühlen und vibrieren dazu mit ihren Flügeln. Im Winter heizen sie mit ihrer Flugmuskulatur. «Indem die Bienen sie Vollgas laufen lassen», sagt Jürgen Tautz. Sie können dabei Temperaturen bis 44 Grad erzeugen. Nach einer halben Stunde sind sie allerdings erschöpft und brauchen Honig. Sie werden dann von sogenannten «Tankstellenbienen» gefüttert. Dies belegt die Arbeit einer Mitarbeiterin von Jürgen Tautz. Sie nannte das entsprechende Kapitel «Süsse Küsse für heisse Bienen».

«Bienen sind unglaublich belastbar», sagt Tautz zum Schluss seines Referats. «Die beste Hilfe für sie ist aber ein ganzjähriges und vielfältiges Blühangebot, damit sie genügend Nahrung finden.»

Katharina Rutz Werdenberger & Obertoggenburger

 
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